Die Delegierten

1. Juni 2014

Am Kongress nahmen 158 Delegierte teil. Das waren 16 mehr als beim letzten Bundeskongress. Sie waren von ihren Kreisvereinigungen bzw. Mitgliedsvereinigungen gewählt worden. Von ihnen waren 68 (44%)  weiblich und 90 (56%) männlich. 55 Delegierten, d.h. jeder dritte, war zum ersten mal auf einem Bundeskongress. Der Kongress ist damit weiblicher und jünger geworden.

Die Dauer der Zugehörigkeit zur Organisation reichte von weniger als 3 Jahren (12 Delegierte) bis zu über 20 Jahren (54) Delegierte. 97 und damit etwa 2/3 haben Funktionen innerhalb des Verbandes inne. Das arithmetische Mittel ihres Mitgliedsbeitrages beträgt 11 €. Unter den Delegierten gab es Schüler/Studenten/Azubis (7), Berufstätige (59), Erwerbslose (11) und Rentner (58).

6 Delegierte waren während der Nazizeit verfolgt, eingesperrt oder emigriert. Nach 1945 erlitten 11 Delegierte politische Verfolgung.

Insgesamt nahmen etwa 200 Mitglieder und Gäste der VVN-BdA am Bundeskongress teil.

21. Juni 2014 Aktionstag gegen die „Deutsche Stimme“ der NPD in Riesa

28. Mai 2014

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Deutsche Stimme“ verstummen lassen!

Keine Ruhe für Nazis & Rassisten!

Deutsche Stimme“ zumachen!

Riesa_Plakat_fertigAktionstag gegen die „Deutsche Stimme“ 10 Uhr – 12 Uhr „Neofaschismus in Deutschland“ – Die Ausstellung wandert! Mit Musik durch die Fußgängerzone / Start: Stadtmuseum Riesa, Poppitzer Platz 3, Riesa-Göhlis

10 Uhr – 18 Uhr nonpd – Wir informieren – Infostände und Ausstellung zum Thema Neofaschismus vor dem Capitol-Kino / Hauptstr. 72a

12 Uhr Antifaschistische Demonstration Auftaktkundgebung – Rostocker Straße/Riesapark (Weida)

13 Uhr – 15 Uhr Bis vor die Haustür! Demonstration bis zur Geschwister- Scholl-Straße – Direkt vor die Haustür der NPD!

 

Nazi-Propaganda stoppen!

Neonazi-Zeitungen an Kiosken sind eine Art Körperverletzung. Ihr Ziel ist die Verletzung der Würde, Freiheit und körperlichen Unversehrtheit anderer Menschen. Die „Deutsche Stimme“, die Parteizeitung der NPD, ist eines dieser Produkte. Der herausragende Verlag gehört dem NPD-Parteivorstand und dem NPD-Landesverband Sachsen und gibt außer der Zeitung zahlreiche weitere neofaschistische Schriften heraus und vertreibt auch sonst alles, was das Neonazi-Herz begehrt.

 

Deutsche Stimme“ zumachen!

Verlag und Vertrieb nehmen deshalb eine zentrale Stelle im Geflecht aus NPD und militanten Neonazis ein,

Der „Deutsche Stimme Verlag“ (DS) gibt monatlich die Parteizeitung der NPD und zahlreiche weitere neofaschistische Schriften heraus. Zudem beherbergt sein Sitz in der Riesaer Geschwister-Scholl-Straße mehrere NPD-Parteibüros, neben der Landesgeschäftstelle der NPD Sachsen, die Bundesgeschäftsstelle der Jungen Nationaldemokraten (JN), die Geschäftstelle des  NPD-Kreisverband Meißen, das „Bürgerbüro“ des neonazistischen NPD Multifunktionärs Jürgen Gansel, MdL Sachsen, Pressesprecher des NPD-Landesverbandes Sachsen,  Kreisrat des Kreises Meißen und Stadtrat in Riesa. Die Geschäftsführer des DS-Verlag sind Peter Schreiber, Vorsitzender der NPD im Kreistag Meißen, Europa-Kandididat der NPD Meißen und noch MdL Andreas Storr , der aus der militanten neonazistischen Kameradschaftstszene stammt und zuvor Mitglied des mittlerweile verbotenen „Bundes Heimattreuer Jugend“ war.

 Der Standort in der Geschwister-Schollstraße 4, in einem ruhigen Wohn- und Gewerbegebiet muss also als ein neonazistisches „Kraftzentrum“ bezeichnet werden. Mit den Parteibüros an dieser Stelle ist es auch ein öffentlicher Anlaufpunkt der Parteifunktionäre, Gansel, Beier, Schreiber usw..

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Keine Ruhe für Nazis & Rassisten!

Für Rassist_innen, Antisemit_innen und Neonazis darf es keine „ruhigen“ Rückzugsräume geben. Mit unserer Demonstration  „direkt vor die Haustüre“ wollen wir die vermeintliche „Normalität“ der Neonazis in Riesa aufbrechen. Es kann keine friedliche Koexistenz mit den geistigen Brandstiftern geben. Auch das ist Ziel und Inhalt unserer Demonstration.

 

In Riesa glaubt die NPD einen ruhigen Platz gefunden zu haben, um von dort aus Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus verbreiten zu können. Dazu gehört auch, dass zahlreiche NPD-Kader nach Riesa gezogen sind. Im Zuge der „Normalisierungsstrategie“ der NPD, also dem Versuch Neonazis und neonazistische Ideologie als ganz normale Bürger_innen und Faschismus als eine legitime Meinung im demokratischen Meinungsstreit zu etablieren, benehmen sich die Neonazis im Alltag in Riesa relativ „gesittet“. Große Teile der  Stadt(-gesellschaft) spielen da leider mit. So wurde auf Intervention des  NPD z.B. im vergangenen Jahr die „Punkband „Feine Sahne Fischfilet“, die auf Einladung der Jugendbühne, organisiert von Jugendlichen des örtlichen Jugendzentrums „OT“, dort spielen sollten und wollten wieder ausgeladen. Eine Veranstaltung der VVN-BdA unter dem Titel „Keine (Deutsche) Stimme für Neonazismus, Rassismus und Antisemitismus“ Parteienvertreter_innen von SPD, LINKE und Grünen eingeladen hatte, um über „Die deutsche Stimme (DS)“ und neonazistische Umtriebe in Sachsen zu diskutieren, musste nach einer Intervention der NPD (im Internet) vom Stadtmuseum Riesa in ein Hotel verlegt werden, da „Parteiveranstaltungen“ in Riesa in öffentlichen Räumen nicht erlaubt seien – eine ungute defensive Praxis in vielen deutschen Kommunen gegen über neonazistischen Parteien insbesondere der NPD: demokratischen Parteien und Vereinen wird der Zugang zu öffentlichen Räumen versagt, um dies auch der NPD verweigern zu können.

 

Um dieser Tatsache abzuhelfen, hat sich ein auch Aktionsbündnis aus Verbänden, Gewerkschaften und politischen Parteien gegründet. Ziel ist die Durchführung eines gemeinsamen Aktionstages am 21. Juni2014, der den Protest vor die Haustür der NPD bringen wird. Möglichst viele Bürgerinnen und Bürger Riesas, aber auch darüber hinaus, sollen ermutigt werden, sich gegen den DS-Verlag auszusprechen.

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In Riesa glaubt die NPD einen ruhigen Platz gefunden zu haben, um von dort aus Rassismus,

Antisemitismus und Nationalismus verbreiten zu können.

 

Davon kann aber keine Rede sein. Wir bringen unseren Protest vor die Haustür der NPD.

 

 

Ab 18 Uhr

Antifa-Konzert im U-Punkt mit „Feine Sahne Fischfilet“

Punkrock aus Mecklenburg-Vorpommern

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Die Rostocker Punkband „Feine Sahne Fischfilet“

wurde 2013 in Riesa ausgeladen. Wir holen sie zurück!

(Greizer Straße 2, Riesa)

 

www.feinesahnefischfilet.de

 

Veranstaltungen im Vorfeld

 

Die neue Fassung der bundesweit für Aufsehen sorgenden Neofa- Ausstellung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes- Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten wird in Riesa erstmalig präsentiert.

 

8. 20. Juni 2014,

Stadtmuseum Riesa, Poppitzer Platz 3, Riesa-Göhlis

AVVN_Ausstellungstitelusstellung „Neofaschismus in

Deutschland“,

Veranstalter: IG Metall Riesa;

Stadtmuseum Riesa, Poppitzer

Platz 3, Riesa

 

Dienstag, 10. Juni 2014, 18 Uhr

Stadtmuseum Riesa

Offene Führung durch

die Ausstellung mit

Thomas Willms, Kurator

der Ausstellung Banner zum Aktionstag: Riesa_Plakat_fertig_banner Flyer zum Aktionstag: Riesa_Flyer3_mit Plakat zum Aktionstag: Riesa_Plakat3_mit

Dank an Jacob Appelbaum

geschrieben von Cornelia Kerth, Heinrich Fink

27. Mai 2014

Mit Freude und Dankbarkeit haben wir erfahren, dass  Jacob Appellbaum, einer der diesjährigen Träger des Henri-Nannen-Preises, diesen an die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten VVN-BdA und das Antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum „apabiz“ weiterreichen will.

2013-12-29_30C3_-_Jacob_Appelbaum_3329-cropAppelbaum hat seine Entscheidung aufgrund der Geschichte  Henri Nannens gefällt. Während Nannen als Mitglied der Propagandakompanien den Endsieg herbeizuschreiben versuchte, saßen Antifaschistinnen und Antifaschisten, die nach 1945 die VVN gründeten, in Lagern und Gefängnissen oder waren im Exil.

Wir werten Appelbaums Geste als wichtiges historisch-politisches Statement und als Anerkennung unserer Vereinigung, deren Mitglieder über Jahrzehnte im Gegensatz zu unzähligen Ex-Nazis in der Bundesrepublik diffamiert und verfolgt wurden.

Lieber Jacob Appelbaum, vielen Dank!

Im Andenken an den 8. Mai: Verantwortung für eine friedliche Lösung in der Ukraine übernehmen

geschrieben von Cornelia Kerth, Heinrich Fink

7. Mai 2014

Das fordern wir in einem offenen Brief an Außenminister Steinmeier

Die Situation in der Ukraine ist alarmierend und gibt jeden Tag mehr Grund zur Sorge.

Die Beteiligung der langjährigen NPD-Partnerorganisation „Swoboda“ und des mit ihr verbandelten militant-faschistischen „Rechten Sektors“ an der amtierenden Regierung in Kiew und deren Anerkennung durch EU und Bundesregierung haben das Land an den Rand des Abgrunds gebracht.

Durch die Regierungsbeteiligung sind Kräfte mit Macht ausgestattet und staatlich legitimiert, die sich offen und aktiv auf die faschistischen Kollaborateure des Vernichtungskriegs beziehen. Das mobilisiert bei allen Gruppen, die historisch den Faschisten zum Opfer fielen, insbesondere bei der jüdischen Minderheit, bei Antifaschist_innen und russisch-sprachigen Bürger_innen der Ukraine berechtigte Ängste. Diese Ängste ernst zu nehmen, ist eine notwendige Schlussfolgerung aus der deutschen und europäischen Geschichte.

Dass nicht nur von Seiten der Regierung in Kiew, sondern auch aus Russland, an nationalistische Haltungen und Gefühle appelliert und entsprechende Kräfte von beiden Seiten unterstützt werden, ist unübersehbar.

In einer solchen Situation wäre es Aufgabe der „Friedenspreisträgerin“ EU und der Bundesregierung für De-Eskalierung zu sorgen. Stattdessen wird über buchstäblich alle Kanäle das anti-russische Ressentiment gepflegt und verstärkt. Während die offene Gewalt der Demonstrant_innen auf dem Maidan nicht nur als legitimer Volksaufstand unterstützt wurde, sondern auch die Regierung davor gewarnt wurde, mit Gewalt zu antworten, bleibt der Einsatz von Militär in der Ost-Ukraine ohne öffentliche Reaktion.

Der Tod von 42 Menschen im brennenden Gewerkschaftshaus von Odessa hat die Situation dramatisch zugespitzt. Auch wenn sich nach wie vor nicht feststellen lässt, wie es dazu gekommen ist, so schreibt doch der „Vorwärts“ zutreffend:

“Die Bilder sind schrecklich genug: Flammen schlagen aus dem Haus. Menschen versuchen sich aus den Fenstern zu retten. Männer auf dem Platz davor, in Tarnanzügen, jubeln, schießen auf die Fassade, schleudern Brandsätze auf die pro-russischen Aktivisten, die aus dem Inferno fliehen wollen. Wieder einmal greifen die Sicherheitskräfte nicht ein.“

Wir fordern von der Bundesregierung, dass sie ihren – offenbar in beide Richtungen vorhandenen – Einfluss nutzt, um die Konfliktparteien an einen Tisch zu bringen. Damit würde sie tatsächlich einer „besonderen deutschen Verantwortung“ gerecht werden.

8. Mai 1945 – Tag der Befreiung

geschrieben von Cornelia Kerth

6. Mai 2014

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Genau 40 Jahre hat es gedauert, bis ein Bundespräsident an einem 8. Mai von Befreiung gesprochen und damit einen Perspektivenwechsel eingeleitet hat. Bis dahin hatte die Sicht der Nazis, der Deutsch-Nationalen, der „Frontkämpfer“, der Profiteure und Mitläufer das offizielle Vokabular geprägt: Zusammenbruch, Kapitulation, Besatzer. Mit Weizsäckers Rede wurde die Perspektive der Verfolgten des Nazi-Regimes „gesellschaftsfähig“, der 8. Mai wurde im bundesdeutschen Geschichtsdiskurs zum Tag der Befreiung. Und wo es Befreiung gibt, gibt es auch Befreier. Nach der „Wehrmachtsausstellung“ war dann auch klar, dass jeder Tag, an dem die Ostfront hielt,den Betrieb der Krematorien in Auschwitz verlängerte.

Inzwischen hatte allerdings der Planungsstab der Bundeswehr  in  den  „Verteidigungspolitischen Richtlinien“ die „Aufrechterhaltung des freien Welthandels und des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt“ zum Auftrag der Bundeswehr erklärt. Seit 1998 ist Deutschland wieder ein Krieg führendes Land und ein kriegsbereiter Bundespräsident denunziert „jene (), die Deutschlands historische Schuld benutzen, um dahinter Weltabgewandtheit oder Bequemlichkeit () verstecken.“

Der Versuch, mithilfe der Totalitarismustheorie im Wesen Unvergleichliches gleichzusetzen, wie es Anfang der 1990er Jahre bspw. in den Gedenkstätten Sachsenhausen, Ravensbrück und Buchenwald versucht wurde, war damals noch auf scharfen Protest im Europa-Parlament gestoßen. Mit der EU-Osterweiterung  kommen von dort die heftigsten Vorstöße für ein „neues europäisches Geschichtsverständnis“, gipfelnd im Beschluss, den 23. August zum europäischen Gedenktag an die „Opfer von Faschismus und Stalinismus“ zu machen.

ln Kiew, wo die EU-Osterweiterung ­an Oligarchen und Parlament scheiterte, zeigt sich Außenminister Steinmeier Seit‘ an Seit‘ mit dem Anführer der Partei Swoboda, die sich auf den ukrainischen Nazi-Kollaborateur und Massenmörder Stepan Bandera beruft. Kurz darauf erkennt die Bundesregierung eine Regierung an, in der neben Swoboda auch der militant-faschistische „Rechte Sektor“ eine Rolle spielt. Im folgenden Konflikt zwischen der „neuen“ Ukraine und Russland ist das Feindbild klar: der Russe ist ’s.

Und schon ergreift das „größte Drecksblatt der westlichen Welt“ (H. Gremlitza) zusammen mit der Berliner Schwester aus dem Hause Springer die Initiative für eine Petition: „Die russischen Panzer am Berliner Tiergarten sollen entfernt werden.“ Noch dümpelt die Kampagne dahin, aber das kann sich ändern. Der 8. Mai 1945 ist bereits zum „Tag der Befreiung der Konzentrationslager und des Kriegsendes“ geschrumpft. Wenn die letzten überlebenden Häftlinge gestorben sind, bleibt vermutlich nur das „Kriegsende“. Keine Befreiung – keine Befreier.

Lassen wir es nicht so weit kommen! Nutzen wir den 8. Mai zur öffentlichen Erinnerung an die Befreiung, an die Kämpfe und die Kämpfer_innen, denen wir sie verdanken. Und erinnern wir an das Vermächtnis der befreiten Häftlinge von Buchenwald.

Erneuter Neonazigroßaufmarsch am 7.Juni in Dresden

5. Mai 2014

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Kampagne „Keine Zukunft für Nationalismus“ startet+++VVN BdA erwartet 1000 gewaltbereite Neonazis in Dresden+++

 

 Mit einem Aufruf und Hintergrundinformationen informiert die

Website www.no-tddz.org seit Anfang der Woche über den sogenannten „Tag der deutschen Zukunft“.

Mit der spektrenübergreifenden Kampagne „Diversity welcome – Keine Zukunft für Nationalismus!“ mobilisiert der VVN BdA als Teil des „Forums gegen rechts“ zum Protest gegen Rassismus und Nationalismus am 7.Juni in Dresden.

Am 07. Juni wollen Rechte aus dem ganzen Bundesgebiet in Dresden ihre Vorstellungen eines völkischen Deutschlands auf der Straße verbreiten“, erklärte Regina Elsner, 1.Sprecherin des VVN BdA, Landesverband Sachsen.

„Wir sehen darin den Versuch, im Europawahljahr im Rahmen einer rassistisch geführten Asyldebatte und auf dem Rücken geflüchteter Menschen politisch fragwürdige Erfolge zu verbuchen. Wir werden das nicht einfach ignorieren und rufen daher zu zivilem Ungehorsam gegen diesen menschenverachtenden Aufmarsch auf“, so Elsner weiter.

Der „Tag der deutschen Zukunft“ findet seit 5 Jahren statt, bislang immer in Norddeutschland. Zur Zielgruppe gehören in erster Linie gewaltbereite Neonazi-Kameradschaften und sogenannte autonome Nationalisten. Unterstützung erhalten sie 2014 in Dresden durch sächsische Neonazis um Maik Müller, dem Anmelder der jährlichen Aufmärsche im Februar. Es werden etwa 1000 Neonazis zum Marsch erwartet.

Durch die Verlegung des „TddZ“ nach Dresden wollen gewaltbereite Neonazis ihre Position in Sachsen stärken. Außerdem soll der in Nordeutschland durch breite Proteste begleitete Aufmarsch im NPD-Kernland Sachsen neuen Schwung holen.

 Der VVN BdA wird sich gemeinsam mit vielen Antifaschstinnen und Antifaschisten am 7.Juni des Neonazis unter dem Motto „Wo wir sind ist kein Platz für Nazis!“ entgegenstellen.

Programm des Bundeskongresses

2. Mai 2014

Am 30. Mai um 19.30 Uhr beginnt der 5. Bundeskongress der VVN-BdA im Haus Gallus in Frankfurt/Main mit einer öffentlichen Abendveranstaltung zum Thema „Neofaschismus und Rechtspopulismus in Europa“. Delegierte und Gäste des Bundeskongresses, die bereits am Nachmittag anreisen, sind eingeladen den „Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945“ von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr an einem Tag des Offenen Archivs zu besuchen (um Anmeldung beim Studienkreis wird gebeten). Am 31. Mai beginnt der eigentliche Kongress um 9.30 Uhr (Anmeldung ab 8.00 Uhr) und endet am Sonntag um 13.00 Uhr.

VVN_AusstellungstitelAuf dem Bundeskongress wird auch erstmalig die neukonzipierte Fassung der Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“ vorgestellt. Sie wurde erstellt mit Unterstützung der IG Metall, von ver.di Nord und der GEW Hamburg. Außerdem trägt sie den Hans-Frankenthal-Preis der Stiftung Auschwitz-Komitee 2013.

 

 

 

 

Die wichtigsten Unterlagen zum Kongress können hier heruntergeladen werden:

Einladung zum Tag des Offenen Archivs: Tag der offenen Tür für VVN-BdA

Anfahrtsbeschreibung: Anfahrt-Gallus

Abendveranstaltung: VVN Neofaschismus und Rechtspopulismus 30. Mai 2014

Tagesordnung und Zeitplan: Zeitplan Buko

Rechenschaftsbericht: Ansicht_Flyer_VVN_BuKo_420x297_komplett

Antragsmappe: Alle Anträge Bundeskongress 2014

Neofaschismus und Rechtspopulismus in Europa

geschrieben von P.C. Walther

2. Mai 2014

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Veranstaltung der VVN-BdA Frankfurt am Main in Kooperation mit dem DGB (Stadtverband Frankfurt am Main) und dem Studienkreis Deutscher Widerstand 1933 – 1945

zu

Neofaschismus und Rechtspopulismus in Europa

am Freitag, dem 30.Mai 2014, um 19.30 Uhr im Haus Gallus,

dem Ort des Frankfurter Auschwitz-Prozesses, Frankenallee 111.

 

Bei der Europawahl am 25.Mai ist zu befürchten, dass neofaschistische, rechtsextreme und rechtspopulistische Kräfte weiter an Stimmen und Gewicht zunehmen.

Wir wollen wenige Tage nach der Europawahl mit Referent_innen aus Mitgliedsorganisationen der antifaschistischen Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) aus mehreren europäischen Ländern darüber sprechen, wie sie

Neofaschismus und Rechtspopulismus in Europa entgegentreten

Es sprechen:

Anita Baudouin (FNDIRP), Frankreich;

Nikolaj Martinov (BAU), Bulgarien;

Gizsla Pal (MEASZ), Ungarn

Prof. Kees van der Pijl (AFVN/BvA), Niederlande

Gregorius Touglides (P.E.A.E.A.), Griechenland

Unterstützt wird die Veranstaltung von: Arbeit und Leben in Gallus und Griesheim – LAGG e.V.; Club Voltaire; Gegen Vergessen – Für Demokratie (Rhein-Main); Ettie-und Peter-Gingold-Erinnerungsinitiative; NaturFreunde Hessen e.V.

Die Veranstaltung findet am Vorabend des am 31.Mai und 1. Juni ebenfalls im Haus Gallus tagenden Bundeskongresses der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) statt.

pdf-Datei zur Abendveransaltung: Abendveranstaltung 30 Mai

Mit großer Sorge

geschrieben von Ulrich Sander

20. März 2014

Botschaft des Bundessprechers Ulrich Sander an die Friedenskundgebung in Detmold 

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

im Namen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschisten, gegründet 1946 von den Überlebenden von Widerstand und Verfolgung, begrüße ich Eure wichtige Aktion und wünsche ihr einen guten Verlauf. Mögen Eure Aussagen für den Frieden weithin Gehör finden.

Ich darf Euch die Erklärung der VVN-BdA zur entstandenen Situation überbringen:

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschisten ist besorgt über die Ankündigung der Bundeskanzlerin, in den nächsten Tagen das Assoziierungsabkommen der Europäischen Union mit der illegalen ultrarechten Regierung in Kiew unterzeichnen zu wollen. Es ist zu beachten, dass der Konflikt um die Ukraine und die Krim nicht erst mit dem Eingreifen Russlands auf der Krim begann, sondern auf die jahrelangen Versuche des Westens zurückgeht, die Ukraine aus dem Einflussbereich Russlands herauszulösen und den Marktbedingungen der Europäischen Union wie dem Militärkonzept der Nato unterzuordnen. Inzwischen hat in Kiew  eine Clique die Macht  ergriffen, in der der auch Faschisten bestimmend mitwirken, ohne dass „der Westen“ irgendwelche Einwände erhob.

Mit großer Sorge wird von uns die innenpolitische Entwicklung in der Ukraine gesehen, die es – mit massiver Unterstützung aus dem Westen – rechtsextremen und faschistischen Gruppierungen wie „Svoboda“ oder den „Rechten Sektor“ ermöglicht hat, zu Wortführern auf dem Maidan zu werden und Schlüsselpositionen in der „Übergangsregierung“ zu besetzen.

Wir stimmen dem Friedensratschlag zu, der daran erinnerte: „Als in Österreich 2000 die rechtspopulistische Haider-Partei FPÖ sich an der Regierung beteiligte, erließen 14 EU-Staaten Sanktionen gegen Wien. Heute wüten faschistische Banden in  Kiew und anderen Teilen der Ukraine, ohne dass aus der EU auch nur ein Sterbenswörtchen der Distanzierung zu hören ist. Im Gegenteil: Der rechten Übergangsregierung wird finanzielle Unterstützung in Milliardenhöhe versprochen. Bei so viel politisch-moralischer Verkommenheit muss man zum Schluss kommen, dass sich die EU-Außenpolitik längst nicht mehr von ihren eigenen hehren Prinzipien der Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit, sondern von purer Macht- und Interessenpolitik leiten lässt.“

Die Friedensbewegung lehnt die Abtrennung der Krim von der Ukraine als völkerrechtswidrig, der UNO-Charta widersprechend ab. Allerdings wird darin erkennbar, wie verheerend die westlichen Vorbilder für ein derartiges Vorgehen Russlands wirken. Vor 15 Jahren haben die NATO und damit Deutschland Serbien völkerrechtswidrig mit Krieg überzogen und somit die völkerrechtswidrige Abtrennung des Kosovos eingeleitet. Während über 3000 unschuldige Menschen in Serbien dem Bombardement zum Opfer fielen, hat Russland bisher kein Blutvergießen verübt. Wir appellieren an Russland und alle am Konflikt Beteiligten: Keine Gewalt! Reden ist besser als schießen.

Und wir betonen: Es gibt kein Recht auf eine „humanitäre Intervention“, und die Friedensbewegung hat oft genug gegen so oder ähnlich begründete Militäraktionen Position bezogen (z.B. NATO-Krieg gegen Jugoslawien, Afghanistan-Krieg, Irakkrieg, Luftkrieg gegen Libyen, Frankreichs Krieg in Mali).

Wir stimmen dem ehemaligen Bundesminister und Mitstreiter der Friedensbewegung Erhard Eppler (SPD) zu, der am 11.3.2014 die Dämonisierung Wladimir Putins und die antirussische Kampagne in Deutschland verurteilte und feststellte: „Kein russischer Präsident würde geduldig dabei zusehen, wie eine eindeutig antirussische Regierung in Kiew versucht, die Ukraine in Richtung Nato zu führen. Der Westen sollte Wladimir Putin nicht verteufeln, sondern sein Verhalten in der Ukraine-Krise zu verstehen versuchen. Kein russischer Präsident würde geduldig dabei zusehen, wie eine eindeutig antirussische Regierung in Kiew versucht, die Ukraine in Richtung Nato zu führen.“

Erhard Eppler stellte weiter fest: „In der ukrainischen Regierung sitzen nun Rechtsradikale. Bei uns redet aber niemand darüber. Da erklärte einer der ganz Rechten, sie seien der harte Kern der Aufstandsbewegung gewesen, und nun gingen sie nicht nach Hause, ehe ihre Leute in der Regierung seien. So ist es auch gekommen. Dass in dieser Regierung auch Leute sind, die einen Mann als Helden verehren, der mit Wehrmacht und SS gegen die Sowjetarmee gekämpft hat, kommt natürlich in Moskau anders an als in Kiew. Sicher ist, dass es ausgeprägte Antisemiten in dieser Regierung gibt. Da sind wir Deutschen doch aus guten Gründen sensibel. In diesem Fall kommt noch etwas dazu: Könnte es sich da um die Enkel jener Ukrainer handeln, die seinerzeit freiwillig der SS bei der Judenhatz geholfen haben?“

Es muss eine Verhandlungslösung gefunden werden. Bei solchen Verhandlungen könnten die folgenden Vereinbarungen erzielt werden, wie sie vom Friedensratschlag in Kassel am 9. März 2014 formuliert wurden:

     Eine Beteiligung rechtsextremer und faschistischer Kräfte an der ukrainischen Übergangsregierung ist auszuschließen. Die faschistischen Kräfte in der Ukraine sind zu entwaffnen. Die Morde durch Scharfschützen auf dem Maidan werden von unabhängiger Seite untersucht.

Jede einseitige Maßnahme zur Sezession der Krim oder anderer Landesteile der Ukraine ist zu stoppen. Sezessionen könnten nur einvernehmlich erzielte Ergebnisse eines gesamt-ukrainischen Prozesses sein, der auch die Rechte und Interessen von Minderheiten (z.B. der Tataren auf der Krim) wahrt.

Die Beziehungen Russlands und der Ukraine sind besonderer Art. Die NATO nimmt die Sicherheitsinteressen der Russischen Föderation genauso ernst wie die der Ukraine. Die Bündnisfreiheit der Ukraine ist von allen Konfliktparteien zu akzeptieren.

Die ukrainische Übergangsregierung stoppt die Mobilmachung der Streitkräfte, die russische Regierung hält das Abkommen über die Krim ein und USA und EU stellen die Sanktionen gegen Russland ein. Russland nimmt die Interventionsdrohung gegen die Ukraine zurück.

Sämtliche Rüstungsexporte aus dem EU-Raum nach Russland und in die Ukraine werden gestoppt.

     Von der Bundesregierung erwarten wir darüber hinaus: Die Beendigung der antirussischen Kampagne, sowie den Stopp des Aufbaus des sog. Rake-tenschirms auf deutschem Boden, der von Russland nur als Bedrohung betrachtet werden kann.

Recht auf Widerspruch wahrnehmen – Proteste in Riga

geschrieben von Dr. Ulrich Schneider

13. März 2014

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WaffenSScardwebIn einem Schreiben an die Botschafterin der Republik Lettland erklärte Dr. Ulrich Schneider, der Generalsekretär der Fédératon Internationale des Résistants (FIR) – Association Antifasciste:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Seit mehreren Jahren protestieren wir, die Dachorganisation ehemaliger Kämpfer der Anti-Hitler-Koalition, Widerstandskämpfer und Partisanen, Verfolgter des Naziregimes und ihre Hinterbliebenen sowie heutiger Antifaschisten aus 25 Ländern Europas und Israels gemeinsam mit antifa-schistischen Kräften aus verschiedenen Ländern gegen den Aufmarsch ehemaliger SS-Angehöriger und junger Verherrlicher dWaffenSScard-latvian_weber SS-Tradition am 16. März eines jeden Jahres in Riga.

Es ist für uns unvorstellbar, dass ein Land, das einen Platz in der Gemeinschaft der europäischen Völker beansprucht, solchen Organisationen erlaubt, öffentlich für die Rehabilitierung dieser verbrecherischen Traditionen einzutreten. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen – ein Verbrechen gegen die Menschheit, wie der Internationale Militärgerichtshof in Nürnberg 1945 feststellte. Ebenfalls haben wir keinerlei Verständnis dafür, dass solche Verbrecher, die für tausende Tote auch an der Zivilbevölkerung Verantwortung tragen, als „Kämpfer für die Freiheit Lettlands“ tituliert werden.

Und es ist für uns noch unvorstellbarer, dass in einer Stadt, die als europäische Kulturstadt 2014 ausgewählt worden ist, solch ein Naziaufmarsch geduldet wird, jedoch diejenigen, die gegen solch verhängnisvolle Traditionen protestieren wollen, von den Sicherheitskräften als „Verleumder Lettlands“ oder als „Gefahr für die öffentliche Sicherheit“ denunziert werden.

Auch in diesem Jahr wird die FIR ihr Recht auf öffentlichen Widerspruch gegen SS-Rehabilitation in Riga wahrnehmen. Neben Antifaschisten aus den skandinavischen Ländern und Deutschland wird auch unser Präsident an diesen Protesten teilnehmen. Wir erwarten von den lettischen Autoritäten, dass sie gewährleisten, dass dieser Protest ohne Einschränkung ermöglicht wird.

Dr. Ulrich Schneider
Genealsekretär der FIR

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