Eskalation im Nahen Osten stoppen: Nein zum Krieg gegen den Iran!

geschrieben von Bundessprecher*innenkreis der VVN-BdA

28. Februar 2026

, ,

Erklärung des Bundessprecher*innenkreises der VVN-BdA vom 28.02.2026

Donald Trump und Benjamin Netanjahu haben ihre ständigen Drohungen wahrgemacht: Die USA haben gemeinsam mit Israel den Iran angegriffen. Damit haben sie eine neue Eskalation des seit dem Überfall der Hamas wütenden Krieges herbeigeführt, der die ganze Region vollends in Brand setzen könnte. Der Iran reagiert postwendend mit Raketen auf Israel, und US-Stützpunkte in den Golfstaaten und zur See.

Die Islamische Republik Iran ist eine klerikal-reaktionäre Diktatur, die antisemitische Vernichtungsfantasien propagiert, Terrororganisationen finanziert und insbesondere Frauen unterdrückt. Bis zu 30.000 Menschen hat das Mullah-Regime bei der blutigen Niederschlagung der Massenproteste Anfang des Jahres von seinen Schergen ermorden lassen, Tausende wurden verhaftet und sind von der Todesstrafe bedroht.

Das Völkerrecht kennt jedoch keinen völkerrechtskonformen Präventivkrieg gegen reaktionäre Regime. Die Erosion des Völkerrechts und der internationalen Institutionen löst keine Konflikte, sie verschärft sie. Kriege lösen keine Probleme, das zeigt die jüngere Geschichte in der ganzen Region – von Syrien über den Irak bis Libyen.

Leidtragende der Militäroperation im Iran sind wie schon in Gaza, im Westjordanland, Rojava und im Libanon die Zivilbevölkerungen.

Frauen und Kinder leiden in allen Kriegen und militärischen Konflikten immer als erstes. Frauen sind es, die in den letzten Jahren die Macht der Mullahs im Iran ins Wanken gebracht haben. Frauen sind es, die auch in anderen Ländern für ihre und die Rechte Aller kämpfen, oft gegen den Widerstand rechtsradikaler oder ultra-konservativer Männer. Ihren Kampf für ein menschenwürdiges, freies und friedliches Leben unterstützt die VVN-BdA. Deshalb fordern wir:

  • Die Einstellung sämtlicher militärischer Handlungen durch die USA, Israel, die Islamische Republik Iran und der von ihnen geförderten Terrororganisationen
  • Keine weiteren Lieferungen von Waffen oder Dual Use Gütern an Akteure in der Region durch die BRD
  • Die Nutzung / den Einsatz der dadurch freiwerdenden Ressourcen der Bundesrepublik Deutschland für humanitäre Zwecke in Gaza, Rojava und anderer vom Krieg betroffenen Gebiete.
  • Die Bereitstellung finanzieller Mittel für eine Beseitigung der durch den Krieg verursachten Schäden.
  • Die Sicherstellung einer umfassenden Versorgung der Zivilbevölkerung in Gaza, Rojava und anderer vom Krieg betroffenen Gebiete.

Jin Jian Azadi – Frauen Leben Freiheit in Palästina, Israel, Iran und überall!